Was passiert bei einer Rücklastschrift?
Auch bei sorgfältiger Vorbereitung kann eine SEPA-Lastschrift zurückgehen. Dieser Beitrag erklärt, was eine Rücklastschrift bedeutet und wie sich das in Lexware-Einzug bemerkbar macht.
Was ist eine Rücklastschrift?
Eine Rücklastschrift liegt vor, wenn eine bereits eingereichte SEPA-Lastschrift nicht ausgeführt oder nachträglich rückgängig gemacht wird, etwa weil die Bank des Kunden den Betrag nicht abbucht oder der Kunde von seinem Erstattungsrecht bei einer autorisierten Lastschrift Gebrauch macht. Bei einer autorisierten SEPA-Basislastschrift kann der Zahlungspflichtige nach unserer Einschätzung in der Regel innerhalb von acht Wochen nach der Belastung eine Erstattung bei seiner Bank verlangen, bei fehlendem Mandat gilt eine längere Frist. Verbindliche Auskünfte dazu erteilt Ihre Bank oder ein Rechtsanwalt.
Ein Beispiel aus der Praxis
Angenommen, die Nordwind Service GmbH zieht eine Rechnung der Beispiel GmbH per SEPA ein. Der Status wechselt zunächst auf "in Bearbeitung". Meldet die Bank der Beispiel GmbH die Lastschrift später zurück, ändert sich der Status in Lexware-Einzug auf Rücklastschrift, und die Nordwind Service GmbH erkennt sofort, welche Rechnung betroffen ist.
Wie erfährt Lexware-Einzug von einer Rücklastschrift?
Stripe meldet Statusänderungen über einen Webhook an Lexware-Einzug zurück. Zusätzlich lässt sich der Status manuell abgleichen. Auf diesem Weg werden auch Rücklastschriften erkannt und der betroffenen Rechnung zugeordnet, ohne dass Sie den Stripe-Bereich selbst durchsuchen müssen.
Was sollten Sie nach einer Rücklastschrift tun?
Klären Sie zunächst mit dem betroffenen Kunden, woran der Einzug gescheitert ist, etwa mangelnde Kontodeckung oder ein Widerspruch gegen die Belastung. Anschließend können Sie die Rechnung erneut zum Einzug vorsehen, sobald die Ursache geklärt ist, oder alternativ auf eine Zahlung per Überweisung ausweichen. Prüfen Sie in strittigen Fällen, ob das zugrunde liegende SEPA-Mandat weiterhin gültig ist.
Wie lässt sich das Risiko einer Rücklastschrift verringern?
Ein sorgfältig erfasstes SEPA-Mandat mit korrekter IBAN und ein rechtzeitiger Einzug, der zum vereinbarten Zahlungsziel passt, senken das Risiko einer Rücklastschrift. Ausschließen lässt sich eine Rücklastschrift dadurch nicht vollständig, da das Erstattungsrecht bei autorisierten Lastschriften unabhängig von der Sorgfalt des Rechnungsstellers besteht.
Warum eine Lastschrift zunächst als "in Bearbeitung" und nicht sofort als bezahlt gilt, erklärt der Beitrag Warum ist eine Lastschrift nicht sofort bezahlt?. Grundlagen zum Mandat liefert SEPA-Mandat bei lexoffice. Wie das Rücklastschriftrisiko im Vergleich zur Überweisung zu bewerten ist, behandelt Lastschrift oder Überweisung.